Mabry und Maihöfer siegen, Ndubuisi und Simon Batz erreichen EM-Norm
Vor der stimmungsvollen Kulisse des Biberacher Marktplatzes haben die Kugelstoßer am Montagabend beim Sparkassen-Cup Top-Leistungen abgeliefert. Allen voran Yemisi Mabry (MTG Mannheim). Die Olympiasiegerin beförderte vor 2.000 Zuschauern im dritten Versuch die Vier-Kilo-Kugel auf 19,61 Meter. Damit war ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen. Mit exakt einem Meter Vorsprung auf Auriol Dongmo (Portugal) setzte sich die Mannheimerin durch. Als Dritte steigerte Alina Korecki (VfB Stuttgart) ihre Saisonbestleistung auf 18,56 Meter – und übertraf damit zum wiederholten Mal die EM-Norm von 18,20 Metern.
Das gelang auch erstmals Nina Ndubuisi (SG Schorndorf). Die U23-Europameisterin jubelte im zweiten Versuch über 18,37 Meter. Damit haben bereits vier deutsche Kugelstoßerinnen in diesem Sommer die EM-Norm übertroffen. Zum Biberach-Trio gesellt sich außerdem Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge), deren Saisonbestleistung bei 19,04 Metern steht. „19,61 Meter aus dem Training heraus ist eine gute Leistung. Jetzt geht es in die Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften. Bei der EM sind die 20 Meter mein Ziel, die muss man für eine Medaillen anbieten können“, sagte Yemisi Mabry am SWR-Mikrofon.
Eric Maihöfer hat die Konkurrenz im Griff
Bei den Männern unterstrich Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen) sein stabiles 20-Meter-Niveau. Dreimal übertraf der 25-Jährige die 20-Meter-Marke. Sein weitester Versuch landete bei 20,32 Metern. Nur zweimal hat Eric Maihöfer in seiner Karriere weiter gestoßen. In Biberach hätten alle seine sechs Versuche zwischen 19,77 und 20,32 Metern zum Sieg ausgereicht. Auf Platz zwei kam der Deutsche Hallenmeister Georg Harpf (LG Stadtwerke München) mit 19,68 Metern. Rang drei belegte U23-Europameister Tizian Lauria (VfL Sindelfingen; 19,45 m).
Fast hätten die Leichtathletik-Fans auf dem Biberacher Marktplatz sogar noch einen Weltrekord live erlebt. In der F41-Klasse kam Nico Kappel auf 15,04 Meter – und damit bis auf drei Zentimeter an seine eigene globale Bestmarke heran. Sein Vereinskamerad Yannis Fischer siegte in der F40-Wertung mit 9,84 Metern. Bei der weiblichen Jugend U20 entschieden wenige Zentimeter über die Reihenfolge auf dem Podium. Mit 15,03 Metern im finalen Versuch katapultierte sich Anna Maria Weber (alle VfB Stuttgart) noch auf die Spitzenposition. Es folgten Antonia Heberle (TV Rottenburg; 14,99 m) und Johanna Guggemoos (LG Stadtwerke München; 14,81 m) (Martin Neumann, leichtathletik.de).
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Simon Batz mit überragender Vorstellung beim Gyulai István Memorial in Budapest
Mit 8,12 Metern stellte Weitspringer Simon Batz (MTG Mannheim) seine Bestleistung ein und flog erstmals in diesem Sommer über die EM-Norm von 8,05 Metern. Bis zum vierten Durchgang hatte der Mannheimer mit Anvar Anvarov (Usbekistan) und Olympiasieger Miltiadis Tentoglou (Griechenland) mit dieser Weite exakt gleichauf gelegen. Doch dann steigerte sich der Miltiadis Tentoglou in den finalen drei Versuchen dreimal bis auf 8,31 Meter und sicherte sich den Sieg. Dank des besseren zweiten Versuchs (8,09 m) landete Anvar Anvarov auf Platz zwei (Martin Neumann, leichtathletik.de).