BW Halle Masters 2026 | Eindrucksvolle Mehrfachsiege & spannende Titelkämpfe

  26.01.2026    WLV Top-News WLV Wettkampf BLV Top-News BLV BLV-Wettkampf BW-Leichtathletik Top-Events Top-News BW-Leichtathletik Wettkampfsport
Am vergangenen Samstag läuteten die Masters-Athlet:innen im Sindelfinger Glaspalast die Landesmeisterschafts-Saison ein. Hier finden Sie einen Nachbericht sowie eine Bildergalerie mit Eindrücken der gelungenen Meisterschaft.

Im Sindelfinger Glaspalast trafen sich die besten Masters-Athlet:innen aus den beiden Verbänden Württemberg (WLV) und Baden (BLV) zu den diesjährigen Landesmeisterschaften der Leichtathletik. Zu Beginn der diesjährigen Hallensaison zeigten viele Teilnehmende ausgezeichnete Leistungen, die für die Anfang März stattfindenden DM Halle Masters und Winterwurf in Düsseldorf (6. März) oder sogar für die EM im polnischen Toruń (20.-22. März) hoffen lassen.

Schnelle Beine und Höhenflüge 

In der Altersklasse M30 nutzte Yannic Krings vom VfL Sindelfingen den Heimvorteil zu einem Dreifacherfolg auf den Laufstrecken. Über 60 Meter legte er die Tagesbestzeit von 7,19 Sekunden vor und ließ dann 23,08 Sekunden über die Runde (200 m) sowie 52,39 Sekunden über die doppelte Distanz folgen.

Spannend war der Kampf um Gold im Hochsprung. Mit einem Fehlversuch weniger sicherte sich Lars Diekkrüger von der LG Teck mit 1,86 Meter den Titel vor dem höhengleichen Maik Merle von der LG Steinlach-Zollern.

Felix Bissinger vom SV Oberkollbach sammelte doppeltes Gold über 800 Meter (2:14,03 min) und 1.500 Meter (4:31,85 min). In der M40 profitierte der Sindelfinger Noe Faraoni wiederum von der Bekanntheit mit der schnellen Bahn im Glaspalast durch seine beiden ersten Plätze in den Kurzsprints (7,27 sec über 60 m; 23,71 sec über 200 m).

Seine Überlegenheit über 400 und 800 Meter spielte David Kiefer vom TV Bad Säckingen aus. Mit 59,42 Sekunden bzw. 2:15,21 Minuten empfahl sich der Ausnahmeläufer für die kommenden höheren Wettkämpfe. Gleiches gilt für seinen Auftritt als Sieger über die 1.500 Meter in 4:42,56 Minuten.

Mehrfachtitel und Sprintspezialisten 

Flott unterwegs war in der M50 Tobias Roese vom KSV Hoheneck, dem das Double in den Sprintstrecken mit 7,71 Sekunden (60 m) bzw. 25,10 Sekunden (200 m) eindrucksvoll gelang. Seine Vielseitigkeit stellte in dieser Altersgruppe Dr. Björn Wind vom TUS Lörrach-Stetten mit jeweils Gold im Weitsprung (5,33 m) und Hürdenlauf (9,22 sec) unter Beweis.

Wie schon so oft erwies sich Kai-Steffen Frank vom LAC Essingen als eifrigster Titelsammler. In den drei kürzeren Laufdisziplinen sowie in der Staffel über 4 x 200 Meter spielte er seine Schnelligkeitsfähigkeiten eindrucksvoll aus.

Ähnliches gelang auch Kurt Fischer von der Unterländer LG, dessen Überlegenheit in der M70 noch deutlicher war. Ebenso gelang in der M75 Bogdan vom LAC Essingen, dem zurzeit wohl stärksten Verein im Seniorenbereich auf Landesebene, das begehrte Lauf-Tripple.

Als ältester Teilnehmer steht der vielfache Weltmeister Wendelin Acker vom TSV Burladingen oben in der Siegerliste des Kugelstoßens der M90 (7,16 m).

Medaillensammlerinnen unter sich 

Bei den Seniorinnen setzten sich ebenso bewährte Athletinnen ins Rampenlicht. Ellise Meyer von der TSG Heidelberg überragte bei beiden Sprintstrecken mit 8,03 Sekunden (60 m) und 26,26 Sekunden (200 m).

Wie erwartet erwies sich in der W40 Sinah Hänßler-Hug als noch schnellere Sprinterin. Die in diesem Jahr zum FT 1844 Freiburg gewechselte Topathletin aus dem Oberrhein setzte mit 8,02 Sekunden (60 m) und 25,86 Sekunden (200 m) die beiden Tagesbestmarken.

Ähnlich überlegen zeigte sich in der gleichen Altersklasse Rebecca Dürr vom TB Bad Cannstatt. Nach Silber im Sprint (8,22 sec) dominierte sie wie erwartet den Weitsprung mit 5,24 Meter und den Dreisprung mit 11,49 Meter.

Martina Meissner vom LAC Essingen fügte in der W45 ihrer Goldsammlung über 60 Meter (8,54 sec) und 200 Meter (28,17 sec) auch Edelmetall über die Hürdenstrecke (9,46 sec) hinzu.

Einen weiteren Dreier schaffte in der W50 Corinna Jungnickel vom TV Engelsbrand, die ihre Schnelligkeit neben dem Sprint auch beim Weitsprung äußerst effektiv einsetzte. Ähnliches gilt auch für Tanja Saretzki von der LG Hohenfels, die auf den drei längsten angebotenen Laufdisziplinen dank ihrer Ausdauer dominierte. 

Gelungene Generalprobe und umtriebige Fachausschuss-Leiterinnen 

Der Veranstalter und der ausrichtende VfL Sindelfingen mit den vielen Kampfrichtern und Helfern sorgte für eine überaus gelungene Durchführung dieser Meisterschaften und bestanden damit eine maßgerechte Generalprobe für die bevorstehenden deutschen Jugendmeisterschaften im traditionsreichen Glaspalast (20.-22. Februar).

Zufrieden dürfte auch die WLV-Fachwartin im Seniorensport Anita Bayha-Zaiser gewesen sein. Sie war nebenher in der W75 für den badischen Verein Gazelle Pforzheim/Königsbach am Start und holte die beiden Sprinttitel ihrer Altersklasse. Im Dauerbetrieb war sie am langen Wettkampftag gefragte Ansprechpartnerin vieler Masters. Auch die BLV-Kollegin Andrea Reichhardt konnte sich vor Ort um die Sportler:innen aus ihrem Verband kümmern. 

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Ottmar Heiler / wlv